Fusion mit Luther und Markus

Am 1. April 2019 werden aus den drei Pfarrgemeinden Christus, Luther und Markus eine Gemeinde werden. Ein gemeinsamer Webseitenauftritt und ein öffentlicher Prozess zur Namensfindung ist in Vorbereitung. Bis dahin können Sie die einzelnen Webseiten wie gewohnt erreichen:

Christusgemeinde (Weststadt)
Luthergemeinde (Bergheim und Bahnstadt)
Markusgemeinde (Südstadt)

Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Apg 2,42

Die allgemeine Entwicklung in der Evangelischen Kirche in Deutschland macht auch vor unseren Gemeinden nicht Halt. Wir haben trotz vielfältigem und abwechslungsreichem Gemeindeleben mit verschiedenen Herausforderungen zu tun, die wir bewältigen wollen. Sie haben wahrscheinlich in Ihrer Pfarrgemeinde oder über die Medien verfolgt, dass die Zahl der Gemeindeglieder überall in Deutschland abnehmend ist. Parallel dazu sinkt die Zahl der Theologiestudierenden und damit der möglichen zukünftigen Pfarrerinnen und Pfarrer. Auch die Prognosen für die Entwicklung der Kirchensteuer sind trotz eines derzeitigen Hochstandes nicht gut. Die Evangelische Kirche positioniert sich in dieser Zeit innerhalb der sich wandelnden Gesellschaft neu.

Beschluss zur Fusion am 31. März 2019

Das hat in unseren Gemeinden zu folgenden Auswirkungen geführt: Der Stadtkirchenrat der Evangelischen Kirche in Heidelberg hat zusammen mit den Leitungsgremien der Christus-, der Luther- und der Markusgemeinde zum 31. März 2019 die Vereinigung unserer drei Gemeinde zu einer neuen Gemeinde innerhalb des Stadtkirchenbezirks Heidelberg beschlossen. Wir werden ab diesem Datum eine Gemeinde sein mit einem Ältestenkreis, einem zunächst vorläufigen gemeinsamen Namen und einer gemeinsamen Verantwortung für die Gottesdienste, für die Gemeindeentwicklung in allen Stadtteilen der neuen Gemeinde und für den einen gemeinsamen Haushalt.

Vorbereitung der Fusion

Die Beschlüsse der Ältestenkreise, auf deren Grundlage der Stadtkirchenrat den Vereinigungsbeschluss getroffen hat, sind durch ein aus allen drei Pfarrgemeinden paritätisch zusammengesetztes Gremium unter der externen Moderation von Prof. Heinzpeter Hempelmann vorbereitet worden. Die Ältestenkreise haben sich auf dieser Grundlage mutig auf den Weg gemacht. Wir sehen viele Chancen die Kirche weiterzuentwickeln, erkennen aber zugleich auch die Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Seit der Beschluss gefallen ist, arbeiten die Ältestenkreise auf Grundlage der Vorarbeiten dieses vorbereitenden Gremiums an der Ausgestaltung der neuen Gemeinde weiter. Wir haben uns nach intensiven und sehr fruchtbaren Gesprächen dazu entschlossen, von Anfang an einer Gemeinde zu bauen und diese Signale auch deutlich nach außen zu senden. Wir glauben, dass ein anfängliches Verharren in den alten Strukturen dem Prozess des Zusammenwachsens entgegensteht.

Die neue Gemeindestruktur

Die Aufgaben in der neuen Gemeinde sind sehr vielfältig. Das liegt zum einen daran, dass wir über drei alte Pfarrgemeinden und vier Stadtteile hinweg etwas Gemeinsames aufbauen wollen. Zum anderen aber warten die Konversionsflächen in der Südstadt und die Bahnstadt als zwei vollständig neue Stadtquartiere darauf, kirchlich entwickelt zu werden. Die neu entstehende Gemeinde bietet hier die Chance, die Kirche neu und anders zu denken und zu gestalten. Dieser Aufgabe werden wir uns in den nächsten Jahren stellen.

Mit gleicher Intensität werden wir uns auch um die kirchliche Präsenz der neuen Gemeinde in Bergheim kümmern. Das Lutherzentrum wird nach Beschluss des Stadtkirchenrates zum 1. September 2019 an die evangelische Hosannagemeinde für ihr geistliches Leben vermietet. Im Mietvertrag wird zwar eine Regelung getroffen sein, dass unter der Woche für eine Übergangszeit auch im Lutherzentrum weiteres Gemeindeleben stattfinden kann. Ebenso wird der Frieda-Busch-Kindergarten in unserer Mitverantwortung bleiben. Die Vermietung des Lutherzentrums ist aber schmerzhaft. Hier gilt es einen guten Übergang zu schaffen und die neue Gemeinde auch in Bergheim dauerhaft erfahrbar zu machen.

Insgesamt wollen wir die Formen unserer Gemeindearbeit, die lange Jahre schon in allen drei Pfarrgemeinden gute Früchte getragen haben, weiter pflegen und sie thematisch und organisatorisch entwickeln. Machen Sie sich doch auch einmal auf über ihre bisherigen Gemeindegrenzen hinweg.

Erste Schritte auf dem gemeinsamen Weg

Spürbar soll die neue Gemeinde auch schon vor dem April 2019 werden, indem wir Gottesdienste gemeinsam feiern, uns in den Gottesdiensten über Veranstaltungen in den anderen Stadtteilen informieren und auch an Taufen, Trauungen und Bestattungen gemeinsam denken. Auch in den Leitungsgremien gibt es eine intensive Zusammenarbeit durch gemeinsame Wochenende, runde Tische und genaue Absprachen zum weiteren Vorgehen.

Personelle Ausstattung der neuen Gemeinde

Personell wird die neue Gemeinde gut ausgestattet sein. Wir werden 1,25 Diakonenstellen und drei Pfarrstellen haben. Dazu kommen unsere bewährten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kirchenmusik, Haus- und Gartenpflege und in den Sekretariaten.

Derzeit sind zwei Pfarrstellen der neuen Gemeinde nicht besetzt. Die Pfarrwahl ist uns für die Ausrichtung unserer Gemeinde und für die gemeinsame Herangehensweise aller drei Gemeinden ein wichtiges Symbol: Wir gehören zusammen.

Deswegen wollen wir die Wahl auf die beiden freien Pfarrstellen (Weggang von Sabine Hannak aus der Markusgemeinde und David Reichert aus der Luthergemeinde) erst dann durchführen, wenn wir eine Gemeinde sind. Weil für die gemeinsamen Pfarrwahlen die Vereinigung auch juristisch vollzogen sein muss, kann dies erst ab dem 1. April 2019 geschehen.

Gemeinsam werden wir bis zu diesem Zeitpunkt einen Jahresplan für die neue Gemeinde erarbeiten und ein Gottesdienstkonzept erstellen.

Gemeinsamer Name

Einen endgültigen neuen Namen wird es bis dahin noch nicht geben. Für die Namensfindung wollen wir uns Zeit lassen. Wir werden zunächst als Christus-Luther-Markusgemeinde firmieren. Wir haben den Anspruch, dass der endgültige Name in einem transparenten und intensiven gemeinsamen Prozess gefunden werden soll.

 

Wir freuen uns auf ein neues gemeindliches Leben, auf eine spannende Zeit und darauf, dass wir gemeinsam trotz aller Veränderungen beständig bleiben als eine Gemeinde, weil wir getragen sind im Glauben, die Zukunft gestalten in der Hoffnung und verbunden sind in der Liebe unseres Gottes.

Die Pfarrer(innen) der Gemeinden Christus, Luther und Markus

 

 

 

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