Diakonieverein

Früher hätte man einen Diakonieverein schlichtweg als Krankenpflegeverein bezeichnen können, dessen Aufgabe darin bestand, die Stelle einer Gemeindeschwester beim Evangelischen Gemeindedienst (Vorläufer des Diakonischen Werks) mitzufinanzieren und den Mitgliedern eine kostengünstige häusliche Pflege im Krankheitsfall zu ermöglichen. Deshalb hieß unser Diakonieverein früher auch Gemeindepflegeverein.

Quelle: Diakonieverein Christusgemeinde

Im Zuge der Reformen der Pflegemaßnahmen (Stichwort Pflegeversicherung) und der Ein

richtung einer zentralen Diakoniestation ließ sich dieser Dienst so nicht mehr aufrechterhalten. Heute helfen die meisten in den Gemeinden verorteten Diakonievereine an anderer Stelle, nämlich da, wo finanzielle Not Gemeindemitglieder (manchmal ganze Familien) erfasst und eine Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben erschwert oder gar verhindert.

Unser Diakonieverein sieht den Schwerpunkt seiner Arbeit heute ebenfalls „an anderer Stelle“. Unbürokratisch und schnell hilft er Menschen aus der Klemme. Wenn zum Beispiel im März die Jahresabrechnung der Stadtwerke kommt; unter der leiden häufig diejenigen, die in Sozialwohnungen leben (die Grundmiete ist zwar gering, die Nebenkosten dafür exorbitant hoch). Eine Einschulung, ein Umzug, ein neues (oder gebrauchtes) Kinderbett, all das verursacht monatliche Belastungen, die nicht jede(r) einfach stemmen kann.

Die Teilnahme an gemeindlichen Veranstaltungen und Ausflügen können sich heute auch nicht mehr alle Gemeindemitglieder leisten. Daher wurde schon im letzten Jahr vom Vorstand beschlossen, Gemeindeausflüge künftig zu sponsern, etwa durch Übernahme der Fahrtkosten (und nur per Spenden zu refinanzieren).

Der Vorstand des Diakonievereins der Christuskirche hilft und unterstützt da, wo die Scham einen Mantel des Schweigens bereithält. In Not Geratene halten sich oftmals bedeckt, wussten Sie das? Und diese Not muss nicht unbedingt mit Geldsorgen verbunden sein. Wenn zum Beispiel ein Elternteil alkoholkrank ist (manchmal sind auch beide Elternteile betroffen), dann treibt das viele Kinder in die soziale Isolation.

Solche Kinder leben auch in unserer Weststadt. Jedoch fehlen unserem Diakonieverein die ehrenamtlichen Ressourcen, um diese Kinder (und ihre Eltern) zu erreichen und ihnen zu helfen. Deshalb schien es dem Vorstand wichtig, sich innerhalb Heidelbergs auf der Basis einer guten bezirkskirchlichen Arbeit zu vernetzen. In der Mitgliederversammlung am 5. Juli stellte Pfarrer Heßlein das Projekt der „Franziskus-Kinder“ vor, eine Initiative der Kapellengemeinde und des Blauen Kreuzes Heidelberg. In dem Projekt werden Kinder alkoholkranker Eltern aus ganz Heidelberg aufgefangen und pädagogisch betreut (nähere Infos findet man unter www.franziskuskinder.de). Die Idee des Vorstands, das Projekt für ein Jahr durch Aktionen und finanzielle Mittel zu unterstützen, fand bei allen anwesenden Mitgliedern großen Beifall.

Anderen zu helfen, zugewandt, liebevoll, effizient und diskret, das ist die Verpflichtung des Diakonievereins der Christuskirche Heidelberg. Damit dies weiterhin geschehen kann, braucht der Verein selbst Hilfe durch neue und engagierte Mitglieder. Mit einem Jahresbeitrag von 20 Euro können Sie, liebe Leserinnen und Leser, dazu beitragen, dass unser Diakonieverein seinen diakonischen Dienst auch künftig wahrnehmen kann im Wandel der Zeit.

Parvin Niroomand


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